Bohnentopf mit steirischem Einschlag

Nachdem die lieben Bloggerkolleginnen zu einer Suppenwoche aufgerufen haben (per Instagram hab ich leider nicht) dachte ich es wäre ein guter Zeitpunkt die Suppe einzustellen, welche ich in unserem Urlaub in der Steiermark kürzlich wieder einmal als „Bauerntopf“ gegessen habe. Suppe geht bei uns eigentlich immer und bei diesem grauslichen Wetter schon gerade. Wieder daheim habe ich jetzt mal meine Variante dieses wunderbaren Süppchens nachgekocht. Zutatenliste hatte ich leider keine also mußte das Geschmacksgedächtnis befragt werden.

Es war der erste Versuch und es hat uns so gut geschmeckt, dass es das sicher noch viel öfter geben wird.

Basis für die Suppe sind verschiedene getrocknete Sorten von Bohnenkernen, welche zunächst einmal eingeweicht und dann schonend vorgekocht werden, damit sie möglichst nicht zerfallen und in der späteren Suppe noch erkennbar bleiben.

Für 4 Personen benötigt man:

250 g gemischte Trockenbohnen ( ich hatte Käferbohnen, weiße Bohnenkerne, Schwarzaugenbohnen und steirische Wachtelbohnen.

100 g grüne Brechbohnen aus dem Tiefkühler

200 g mehlige Kartoffeln fein gewürfelt

ca. 1 l selbstgekochte Brühe (je nachdem was im Vorrat ist Rind, Geflügel oder Gemüsebrühe)

Suppengrün in Form von einem Stück Lauchstange, einer Möhre und etwas Sellerie fein gewürfelt

1 Zwiebel fein gewürfelt

50 g Rauchspeck fein gewürfelt

2 El Olivenöl

2 Knoblauchzehen

1 El Tomatenmark

Paprikapulver mild und scharf, Menge je nach Schärfebedürfnis

pro Person eine Krainerwurst (vom steirischen Metzger meines Vertrauens als Souvenir mitgebracht)

etwas Bohnenkraut getrocknet und gerebelt

2-3 Lorbeerblätter, Menge nach Geschmack

Am Vorabend die Bohnenkerne in reichlich Wasser einweichen, wer mag trennt hier nach ungefährer Garzeit. Die Augenbohnen und die Wachtelbohnen gehen ja etwas schneller. Käferbohnen können manchmal etwas länger brauchen um gar zu werden.

Am nächsten Tag das Einweichwasser abschütten und die Bohnenkerne in frischem Wasser mit einer Prise Natron und den Lorbeerblättern gar kochen.

Zum Thema salzen: Ich habe beides ausprobiert mit Salz und ohne Salz aufgesetzt. Dabei konnte ich keine signifikanten Unterschiede feststellen außer das die in Salzwasser gekochten besser schmecken. Wichtig ist m.E. eher, dass man die Hülsenfrüchte nicht so heftig sprudelnd kocht, sondern eher leicht köcheln lässt.

Noch ein Tip zu den Käferbohnen: ruhig eine reichliche Menge vorkochen und die nicht benötigte Menge einfrieren und dann bei Bedarf rasch in der heißen Suppe auftauen lassen. Das geht ganz wunderbar ohne Qualitätsverlust wie ich finde. Dann hat man auch zum Käferbohnensalat immer schnell was zur Hand.

In einem weiteren Topf jetzt zunächst den Speck in etwas Öl auslassen und danach Zwiebel, Knoblauch und Suppengrün in dem Fett kurz anschwitzen.

In der Mitte des Topfes eine Stelle freilegen. Dahinein das Tomatenmark geben und mit dem Paprikapulver kurz anrösten nicht zu heftig sonst wird’s bitter. Mit der Brühe ablöschen, die gewürfelten Kartoffeln hinzugeben und alles zusammen garkochen. Wer die Wurst gerne auskocht, gibt diese jetzt schon dazu, wenn nicht dann nur kurz vor Schluß warm ziehen lassen.

Wenn die Kartoffeln fast gar sind, die grünen Brechbohnen noch 10 Minuten mitkochen lassen. Jetzt noch die gekochten Bohnenkerne dazugeben und alles zusammen kurz aufkochen lassen. Zum Schluß noch mit den Kräutern sowie Salz und Pfeffer abschmecken.

Wie bei allen Eintopfgerichten gilt auch hier: Schmeckt natürlich sofort auch schon, aber um ein vielfaches besser schmeckt’s noch einmal aufgewärmt.

Guten Appetit und viel Spass beim nachkochen

Bauerntopf-steirischer-Art

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Blunzengröstel mit Sauerkraut

Zu diesem, einem meiner Liebingsgerichte, traue ich mich ja schon fast gar nicht ein Rezept zu veröffentlichen. Es ist ja wirklich so einfach zu machen. Immer wenn es uns überkommt mal einfache schmackhafte bodenständige Küche zu machen steht so etwas auf dem Plan.

Gekochte Pellkartoffeln kann man ja durchaus auch mal ein paar Tage im Vorrat im Kühlschrank haben, sodass diese dann auch mal spontan für Bratkartoffeln zur Verfügung stehen. Bratkartoffeln gehören ohnehin zu meinen liebsten Speisen und wenn sie dann noch eine Verbindung mit der Blunzen (hochdeutsch: Blutwurst) und meinem Lieblingsgemüse Sauerkraut eingehen dann hält mich so schnell nix mehr.

So mache ich das Blunzengröstl mit Sauerkraut ( die Mengen muss man seinem Hunger anpassen; ich habe immer einen guten Appetit bei sowas):

gut ausgekühlte Pellkartoffeln in Scheiben schneiden

Blunzen in 2 cm Dicke Rädchen schneiden (ca. halb soviel Blunzen wie Kartoffeln)

Sauerkraut gut ausdrücken, Saft auffangen ist sehr gesund zum trinken sagt man. Ich mags.

2 Pfannen aufsetzen  und erhitzen.  Für das Sauerkraut am Besten eine Gusseiserne keine beschichtete.

In die Pfanne entweder Schmalz, Bratelfett oder ähnliches geben und auslassen.

Wenn es ein gutes Sauerkraut war ist es schon mit einigen Gewürzen wie z.B. Kümmel und Wacholder eingelegt, dann braucht es nicht viel zusätzlichen Geschmack. Das Sauerkraut bei großer Hitze scharf anbraten damit es gut Farbe annimmt. Dann auf kleiner Hitze ca. 15 Minuten weitergaren lassen. Evtl. salzen und pfeffern.

In der Zwischenzeit in der anderen Pfanne zunächst die Bratkartoffeln schön braun braten und mit Salz und Pfeffer würzen. Dann die Kartoffeln zur Seite schieben und die Blunzen ebenfalls anbraten bis sie schön kross ist. Wer mag gibt noch eine klein geschnittene Zwiebel hinzu und läßt diese glasig angehen.

Jetzt Kartoffeln, Blunzen und Zwiebel vermengen alles auf dem Teller anrichten und das Sauerkraut dazugeben.

Jetzt könnte mich nur noch ein Erdbeben oder andere Naturkatastrophen vom Genuss  abhalten. Guten Appetit oder wie der Österreicher  sagt „Mahlzeit“

Blunzengroestl

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Nusspotitze

Dies ist mein erster und wie man sehen kann, auch zunächst mal optisch etwas misslungener Versuch, eine Nusspotitze zu backen. Das kommt halt dabei raus wenn man versucht eine 30 cm lange Teigrolle in einer nur 22 cm langen Form zu backen.

Die misslungene Optik hat sich aber Gott sei Dank nicht auf den Geschmack ausgewirkt. Der war einfach mega. Total saftig und mit jedem Tag den die Potitze lag hatte man den Eindruck, dass sich die Aromen immer besser entwickelten.
Nachgebacken habe ich hier ein Rezept aus dem Buch „ Die gute Küche“ von Plachuta und Wagner. Mit diesen Rezepten bin ich bisher immer gut gefahren. Wenn man als gebürtiger „Ruhri“ Österreichisch Kochen und Backen möchte braucht es eben eine gute Anleitung.

Nun aber zu dem Rezept, wie immer leicht abgewandelt. Interessant fand ich die herangehensweise bei dem verrühren von Butter, Eiern und Zucker. Noch ein Hinweis zu den Zitronen: Wenn ich, wie hier nur die Schale brauche (selbstverständlich nur von Bio und unbehandelten Zitronen) dann presse ich danach die Früchte aus und friere den Saft in Eiswürfelschalen ein. So hat man immer etwas Zitronensaft vorrätig!

An Zutaten braucht es:

Für den Teig
250 g Mehl Type 405
50 g Puderzucker50 g Butter
20 g Hefe
1 Ei
100 ml Milch
2 Eigelbe
1 El Vanillezucker (selbstverständlich selbstgemacht oder Bio)
abgeriebene Schale einer Zitrone
Prise Salz

Für die Füllung:
300 g Walnüsse fein gerieben (am Besten eigene oder regional)
80 g Kristallzucker
1/8 l Milch
1 El Honig
1 El Vanillezucker (siehe oben)
abgeriebene Schale einer Zitrone
2 El Inländer Rum
50 g Rosinen
Zimt nach Geschmack
100 g Marmelade von roten Johannisbeeren

Butter für die Form

Puderzucker zum bestäuben

 

Zubereitung:
Als erstes die Füllung wie folgt herstellen:
Milch, Honig, Zimt, Vanille und Kristallzucker sowie die Zitronenschale aufkochen, Nüsse einrühren, kurz aufquellen lassen, Rosinen und Rum untermischen. Nun die Masse erkalten lassen (mindestens handwarm)

Jetzt zum Teig:

Mehl in die Rührschüssel sieben, eine Mulde machen, Hefe in der lauwarmen Milch auflösen und mit Schwung in die Mulde gießen. Etwas Mehl drüberstäuben und zugedeckt gehen lassen bis die Oberfläche Risse aufweist.
Butter erwärmen, mit den restlichen Zutaten (außer Mehl) über Wasserdampf warmschlagen. Achtung nur handwarm nicht heiß, sonst stirbt die Hefe ab!
Mit dem Mehl zu einem geschmeidigen Teig verkneten und zugedeckt bei Zimmertemperatur ca 20 Minuten gehen lassen bis er sich fluffig anfühlt und das Volumen deutlich zugenommen hat. Den Teig ca 30 x 30 cm groß ausrollen, mit der Johannisbeermarmelade bestreichen. Die Nussfüllung darauf gleichmäßig verstreichen.
Den Teig von beiden Seiten zur Mitte hin einrollen (Doppelrolle). In eine gebutterte 30 cm lange Kastenform legen und nochmals ca 20 Minuten aufgehen lassen. Das Volumen sollte sich verdoppelt haben.
Im vorgeheizten Backofen bei 180 ° O/U Hitze ca. 1 Stunde backen.
Leicht abkühlen lassen, aus der Form nehmen und dann mit Puderzucker bestreuen.

Viel Spaß beim nachbacken und guten Appetit

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leichtes Mischbrot mit Sauerteig

 

Auch im Urlaubsdomizil möchte ich gerne frisches Brot backen. Da ich hier natürlich keinen Backstein oder Steinbackofen zur Verfügung habe behelfe ich mich dann mit einem gusseisernen Topf. Die Brote aus dem Topf gefallen uns auch immer sehr gut.

Heute habe ich mal ein einfaches Mischbrot gebacken. Als Anregung diente mir ein Rezept von Lutz Geißler welches in der 2. Ausgabe der Zeitschrift Brot veröffentlicht wurde. Man könnte hier nach dem Originalrezept bei dem Roggenmehl wohl auch auf den Sauerteig verzichten und stattdessen mit 0,2 g Hefe im Vorteig arbeiten, aber ich liebe den Geschmack von Sauerteig und daher habe ich im Vorteig sowohl Roggenvollkornmehl als auch Sauerteig als Triebmittel zum Einsatz gebracht.

Hier jetzt also mein Rezept für ein leichtes Mischbrot mit Sauerteig:

Vorteig

250 g Roggenvollkornmehl

300 g Wasser

27 g ASG TA 200

Die Zutaten mischen und 12 – 16 Stunden bei Raumtemperatur (22°) reifen lassen

Hauptteig:

kompletter Vorteig

330 g Weizenmehl 1050

50 g Roggenmehl 1370

170 g lauwarmes Wasser

6 g frische Hefe

16 g Salz

Zunächst die Hefe mit etwas von dem lauwarmen Wasser glatt anrühren.

Die Zutaten mit 2/3 der Wassermenge auf kleinster Stufe mit der Maschine verkneten. Dabei dann nach und nach das restliche Wasser hinzufügen.

Knetzeit 5 Minuten. Dann weitere 5 Minuten auf der 2. Stufe auskneten.

Den Teig nun 3 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen. Hierbei alle 30 Minuten einmal dehnen und falten.

Jetzt den Teigling rund aufarbeiten und für 30 – 45 Minuten im Gärkörbchen abgedeckt gehen lassen.

In der Zwischenzeit den Backofen mit dem Topf auf 250° vorheizen.

Den Teigling aus dem Körbchen in den vorgeheizten Topf stürzen. Deckel drauf und in den vorgeheizten Ofen schieben. Nach 10 Minuten die Temperatur auf 220° zurückschalten und insgesamt 50 Minuten ausbacken.

An dem System das Brot aus dem Körbchen unfallfrei in den Topf zu stürzen muss ich wohl noch etwas feilen, irgendwie fehlt mir da noch die Präzision 😉

Viel Spaß beim Nachbacken und guten Appetit

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Beste Reste

Achtung: enthält entgeltlose Produktplatzierung 😉

Bestes aus Resten
Bunter Hülsenfrüchteeintopf

Zu Weihnachten haben wir dieses Jahr eine halbe kleine Pute aus bäuerlicher Erzeugung als weihnachtlichen Schmorbraten verkocht.
Bei solchen Gelegenheiten ergeben sich ja durchaus auch immer wieder Teile die man nicht so gerne essen mag bzw. nachdem der Vogel abgepflückt ist bleiben auch die Karkassen übrig.
Aus diesen Teilen koche ich dann immer eine wunderbare Brühe, welche dann Eingang in eine Suppe wie die hier beschriebene findet.
Für die Brühe lasse ich die gesamten übrig gebliebenen Teile, mit Ausnahme der Innereien, unter Beigabe von Gemüseputzabschnitten sehr lange im Slowcooker garen. Da dieser nur minimal Strom verbraucht kann das durchaus mal 2 Tage dauern (nachts wird pausiert). Das ergibt dann eine fantastische wohl schmeckende Basis für weitere Gerichte.

Heute entstand daraus das, was man bei der Firma Davert unter dem Begriff „Bunte Minestrone“ verkauft. Es handelt sich dabei um eine Mischung aus verschiedenen getrockneten Hülsenfrüchten und Getreidearten aus biologischer Erzeugung. Wobei das mit einer wirklichen Minestrone wohl eher weniger zu tun hat. Aber sei’s drum, uns hat es auf jeden Fall gut geschmeckt.

 

Ich habe für meine Suppe als Hauptgericht folgendes benutzt:

250 g Mischung für „Bunte Minestrone“ diese muss mindestens 12 Stunden in reichlich Wasser eingeweicht sein. Einweichwasser bitte abgießen.

1 Zwiebel geschält und würfelig geschnitten
1 Karotte geschälte und fein gewürfelt
1 Stück Lauchstange geputzt und in Würfel geschnitten
1 Stück Knollensellerie oder etwas Staudensellerie ebenfalls kleingeschnitten
1 mittelgroße mehlige Kartoffel
1 El Olivenöl
Ca 750 – 1000 ml selbstgekochte Brühe
Wenn vorhanden Fleischfitzelchen von den Knochen
Pfeffer und Salz
Mediterrane Kräuter nach Geschmack, ich hatte Thymian weil ich den zu Bohnen sehr gut finde.

Das Olivenöl in einem ausreichend großen Topf erhitzen. Darin die Gemüse, bis auf die Kartoffel, kurz anschwitzen. Es sollte keine Farbe nehmen.
Dann die abgegossene Hülsenfrüchtemischung und die Kartoffel dazugeben. Alles mit der Brühe bis zur gewünschten Konsistenz aufgießen und auf mittlerer Hitze ca 60 Minuten garkochen.
Bei mir ist es im Slowcooker 3 Stunden auf High gelaufen.
Man sollte, entgegen landläufiger Meinung, durchaus schon am Anfang würzen damit sich Pfeffer und Salz mit der gesamten Suppe gut verbinden. Nur dann eben nicht sprudelnd kochen sondern auf mittlerer Hitze leicht köcheln. So wird dann auch alles gar zerfällt nicht und die Hülsenfrüchte werden auch weich.
Wer mag gibt noch eine Messerspitze Natron zur Suppe, dass macht sie bekömmlicher.
Bei getrockneten Kräutern können diese auch schon nach der halben Kochzeit in den Topf damit sie gut durchziehen.
Die eventuell noch vorhandenen Fleischreste kommen kleingeschnitten erst ganz kurz vor dem servieren kleingeschnitten dazu.

Dann Guten Appetit für unsere „Besten Reste“, nach den Feiertagen war das eine willkommene Abwechslung.

Minestrone-Tellerbild

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Frohe Weihnachten

Euch allen wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest ein paar schöne besinnliche und erholsame Tage im Kreise eurer Lieben und uns allen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2018.

 

Weihnachten-2018-gross

Dann wird es hier auf dem Blog auch wieder etwas aktiver zugehen. Derzeit ist eine kleine Schaffenspause zwangsverordnet, weil das Leben einfach manchmal andere positive Prioritäten setzt. Es wird zwar nach wie vor gut gekocht und gebacken, aber es bleibt leider neben den anderen Dingen keine Zeit, dies für den Blog aufzubereiten. Ab Januar wird sich das aber dann auch wieder ändern und dann gibt es wieder leckere Geschichten zu lesen. Bis dahin läßt es euch gut gehen und macht euch die Weihnachtszeit nicht so stressig. Frei nach dem Motto: In der Ruhe liegt die Kraft.

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Elsässer Bauernbrötchen

Heute mal wieder ein sehr leckeres Brötchenrezept.
Diese Brötchen enthalten eine Kombination der französischen Mehle der Type T65 und T80.
Das gibt den Brötchen eine rustikale Anmutung und ein tolles Aroma.
Wie schon öfter erwähnt, backe ich sehr gerne mit diesen Mehltypen, weil es einfach tolle Gebäcke ergibt. Ich nutze natürlich genauso gerne heimische Bio Mehle, aber für die Brötchen und ähnliche Backwaren dieser Art verwende ich sehr gerne diese Produkte. Ich finde die Ergebnisse damit einfach besser.

Für ca. 20 Brötchen benötigt man:
(meine Rohlinge haben eine Teigeinwaage von ca. 100 – 110 Gramm. Ausgebacken sind das dann ca 80 – 90 Gramm)

Für den Vorteig:
300 g Weizenmehl T 80 alternativ Weizenmehl 1050
300 g Wasser
7 g Hefe

Alles klumpenfrei verrühren und 12 – 16 Stunden bei 18 – 20° reifen lassen.

Hauptteig:
kompletter Vorteig
840 g Weizenmehl T 65 alternativ Weizenmehl 550
160 g Weizenmehl T 80 alternativ Weizenmehl 1050
24 g flüssiges Gerstenmalzextrakt
20 g frische Hefe
24 g Salz
400 g Wasser
140 g Milch 3,8% Fett

Zunächst etwas Wasser mit dem Gerstenmalzextrakt und der Hefe glattrühren.

In den Kessel den kompletten Vorteig und alle weiteren Zutaten geben.
Achtung: Wasser zunächst nur 200 ml zugeben.
Alles zusammen 10 Minuten auf langsamster Stufe kneten lassen. Dabei nach und nach das restliche Wasser hinzufügen.
Achtung: die deutschen Mehle können evtl. nicht soviel Wasser vertragen, da muss man beim nachfüllen vorsichtig sein.
Zum Schluss nochmal 5 Minuten auf der 2. Stufe kneten lassen. Der Teig löste sich jetzt vollständig vom Kessel.
Jetzt schließt sich eine einstündige Kesselgare an.

Teiglinge von ca. 100 – 110 gr abstechen. Diese zunächst rund schleifen.
Die Teiglinge dann in etwas Roggenmehl anstauben, flach drücken und jeweils zur Hälfte von Hinten und Vorne zur Mitte hin Einfalten und kurz ohne Druck rund rollen.
Auf dem Schluß 30 Minuten zur Gare stellen.

Inzwischen den Ofen gut vorheizen. Elektrosteinbackofen auf O-Hitze 280° U-Hitze 180° normaler Haushaltsbackofen auf 250°(hier beim Einschießen das Schwaden nicht vergessen)

Die Brötchen für 20 Minuten schön braun ausbacken.

Elsaesser-Bauernbroetchen

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Rindsrouladen klassisch

Jetzt wo, wie alle Jahre wieder die meisten schon über die Menüfolgen für das Weihnachtsessen nachdenken, ist es an der Zeit mal einem Klassiker der deutschen Küche zu Popularität zu verhelfen.

Die Rede ist wie schon der Überschrift zu entnehmen ist von unserer guten deutschen Rindsroulade. Dies ist für uns einfach Lieblingsessen und Festtagsschmaus in einem. Dazu dann selbstgemachte Knödel oder auch einfach Salzkartoffeln und als Gemüse entweder wunderbar selbstgekochter Rotkohl oder wunderbare Erbsen mit Möhrchen, aber um Himmelswillen nicht die aus der Konserve. So nun aber mal zu den Rouladen. Da gibt es bei uns beiden zwei Geschmäcker. Für meine Frau geht nur die klassische mit fettem Speck und einer ganzen Zwiebel am Stück gefüllt. Für mich darf es da auch klassisch sein aber doch eher mit Räucherspeck in Streifen und Gewürzgurke. Aber was auf jeden Fall rein muß ist extrascharfer Düsseldorfer Senf (der mit dem Löwen).

Diesmal habe ich die Rouladen zum ersten Mal im Slow Cooker gemacht.

Für 4 Personen braucht man

4 schöne große Rindsrouladen vom Metzger eures Vertrauens. Nicht Geiz ist geil, sondern Qualität zahlt sich aus.

2 Zwiebeln fein gehackt

50 g fetter Speck in feine Würfelchen

50 g geräucherter Speck in feine Scheiben geschnitten

1 Gurke in Viertelsticks geschnitten

Senf, Salz und Pfeffer

1 Tl Tomatenmark

Schmorgemüse in Würfel geschnitten ( 1 Stück Lauchstange, 1 Möhre und 1 Stück Sellerie)

400 ml Rinderfond (natürlich selbstgekochter)

100 ml Rotwein (wer mag)

etwas Stärkemehl zum abbinden der Sauce

 

Die Rouladenscheiben mit Salz und Pfeffer würzen und mit Senf einstreichen. Mit Zwiebel und Speck belegen. Darauf je einen Gurkenstick. Alles straff aufrollen, dabei die Seiten einklappen damit nichts rausläuft. Mit Zahnstocher fixieren.

In einer Pfanne bei hoher Hitze rundum anbraten. Dann zusammen mit dem Rinderfond in den Crocky verfrachten.

Das Bratfett aus der Pfanne entleeren. In dem Bratensaft das Schmorgemüse anrösten. Das Tomatenmark kurz mit rösten lassen. Mit dem Rotwein ablöschen und komplett einkochen lassen. Dann nochmals 100 ml Wasser dazugeben kurz aufkochen und alles zu den Rouladen in den Crocky  geben.

Jetzt für ca. 5 Stunden auf High oder 9 – 10 Stunden auf Low fertig garen. Man kann die Rouladen natürlich auch genauso gut klassisch im Topf schmoren, dabei ist aber dann die Menge an benötigter Flüssigkeit ggf. etwas höher. Im Crocky verdampft fast nichts, daher braucht man da weniger.

Bei Garzeitende die Rouladen kurz warm stellen und die Sauce durch ein Sieb gießen, wer mag entfettet das Ganze jetzt auch noch etwas. Je nach gewünschter Konsistenz entweder mit Mehlbutter oder mit etwas Speisestärke in Wasser angerührt binden. Bei Speisestärke muß das Ganze nochmals kurz aufkochen.

Dann nur noch genießen. Gutes kann manchmal so einfach sein.

Roulade-Teller

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Rustikales Bergbauernbrot mit Dinkel

Nachdem uns das Rezept beim letzten Mal so gut gefallen hat heute also nochmal das Rustikale Bergbauernbrot. Diesmal mit anderen Mehlsorten und vor allen Dingen Dinkelvollkornmehl anstatt des Weizenvollkornmehles
Wie bereits beim ersten Mal hier erwähnt, basiert dieses Brot auf dem Rezept für das Rustikale Bauernbrot von Lutz Geissler welches ich nach meinem Mehlvorrat angepasst habe. Zum Einsatz kam hier unter anderem wieder das Alpenroggenmehl. Dieses Mehl finde ich jedes Mal aufs neue überraschend. Speziell was die Wasseraufnahme betrifft und darüber hinaus ist es aber auch einfach super, sowohl geschmacklich als auch von der Verarbeitung her

Hier nun das Rezept für 3 Brote a 950 g Teigeinlage in Klammern die Menge für 1 Brot a ca. 850 g.

Sauerteig:

330 (100) g Roggenvollkornmehl

170 (50) g Alpenroggenmehl Type 1500 oder Roggenmehl Type 1150

500 (150) g Wasser lauwarm
50 (15) g ASG
Alle Zutaten glatt verrühren und 14 – 18 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Hauptteig:

gesamter Sauerteig

660 (200) g Alpenroggenmehl oder Roggenmehl 1150

330 (100) g Weizenmehl 1050

165 ( 50) g Dinkelvollkornmehl

650 (200) g Wasser lauwarm

30 (9) g Salz

Alle Zutaten zusammen am langsamen Gang für ca. 10 Minuten verkneten. Dann nochmals für 2 Minuten schnell. Zunächst mit nur 50 – 75 % des Wassers und dann langsam nach und nach das restliche Wasser dazugeben, je nachdem wieviel Wasser das Mehl aufnehmen kann. Es entsteht ein bindiger leicht klebender Teig.

90 Minuten bei 24° ruhen lassen.

Den Teig auf die gut bemehlte Arbeitsfläche kippen und in drei gleich große Teile aufteilen. Teiglinge bemehlen und entweder rund oder lang in Form bringen.
 Mit dem Schluss nach unten ins Körbchen legen und ca. 45 Minuten gehen lassen.
 Auf den Einschießer kippen und ab in den Ofen für ca. 50 Minuten.

Elektrosteinbackofen: O-Hitze 280 U-Hitze 180 °

Haushaltsbackofen: Einschieben bei 250° und fallend auf 200° ausbacken.

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Blumenkohl Kartoffel Auflauf

Da man ja oft das Problem hat, dass ein ganzer Blumenkohl für 2 Personen zuviel ist, suche ich natürlich immer wieder nach Verwendungsmöglichkeiten für die Resteverwertung (dies durchaus im positiven Sinne). Immer nur Cremesuppe ist auf Dauer auch nicht so toll. Aber ein Auflauf mit gutem Bergkäse geht ja immer. Besonders im Winter.

Heute gibt es Blumenkohl, Kartoffelpüree und Bratwurst mal anders und zwar als leckerer Auflauf mit versteckter Wurst. Wer es fleischlos mag läßt die Wurst einfach weg.

Hierfür braucht ihr:

1/2 gekochter Blumenkohl
300 gr gekochte Salzkartoffeln
2 Eier
100 gr. frisch geriebener Emmentaler oder anderer würziger Bergkäse
100 ml Milch oder Sahne
einige Butterflocken
Butter zum ausfetten der Form
Semmelbrösel zum ausstreuen der Form
Salz, Pfeffer, Muskatnuss gerieben

Bei den Zutaten sollte man schon Wert auf gute Qualität legen. Das heißt bei mir auf jeden Fall Fleisch, Gemüse und Molkereiprodukte aus Bio Qualität und der Käse auf keinen Fall fertig gerieben aus der Tüte, sondern eben schnell frisch reiben.

Ebenso Pfeffer und Muskatnuss frisch zerreiben, dass macht geschmacklich m.E. schon viel aus.

Den Blumenkohl und die Kartoffeln etwas auskühlen lassen und dann jeweils zerdrücken. 100 ml Milch / Sahne zu den Kartoffeln einrühren. Die restlichen 100 ml der Milch / Sahne mit dem Käse und den Eiern verquirlen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.
Jetzt die Masse abwechselnd in die Auflaufform schichten, zunächst eine Schicht Kartoffelpüree dann eine Schicht Blumenkohl darüber wieder eine Schicht von dem Kartoffelpüree. Zum Schluß mit der Eier-Käse-Milch übergießen. Und mit ein paar Butterflocken krönen.

Wer mag gibt in die Mitte noch etwas kurz angebratene grobe Bratwurst.

Jetzt das ganze für ca. 30 – 35 Minuten bei 200° in den Backofen schieben oder für 40 Minuten auf 140 ° in den Airfryer / Heißluftfriteuse.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte sollte die Kerntemperatur der Wurst messen um zu prüfen ob diese auch durch ist, minimum 75° C. Würste sind ja immer unterschiedlich dick. Unbedingt darauf achten, dass der Auflauf nicht zu dunkel wird. Jeder Ofen heizt anders.

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